Engagement

Wir beteiligen uns an der Aktion Action!Kidz? der Kindernothilfe in Peru.

Wir unterstützen das Projekt, weil nicht nur bei uns in Deutschland (auch durch unsere Arbeit) die Arbeitsbedingungen verbessert werden sollen, sondern auch die Lebens- und Arbeitsbedingungen in Ländern, in denen Kinder unter unzumutbaren Bedingungen arbeiten müssen. 

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Fragen und Antworten

Wo liegt das Projekt?

In der Stadt Cajamarca im Norden von Peru

Warum und wie arbeiten Kinder in Cajamarca?

Viele Kinder aus Cajamarca arbeiten in einer von rund 50 Ziegeleien im weitläufigen Tal außerhalb der Stadt. Sie schlagen Kalksteine oben in den Bergen. Die Kalksteine rollen lange Rutschbahnen hinab, werden im Tal weiter zerkleinert und von den Kindern mit dem lehmigen Boden und viel Wasser vermischt.

Das Waten durch die lehmige Masse ist nicht nur mühsam, sondern auch gesundheitsschädlich: Die Haut wird rissig und entzündet sich. Nicht selten sind sogar Nierenleiden die Folge. Überall stehen Kinder mit Schippen und großen Holzformen. Sie pressen die schwere Masse in die Ziegelformen und legen die Ziegel dann zum Aushärten unter ein riesiges Sonnendach. Anschließend fahren sie die Ziegelsteine mit Schubkarren zum Brennofen und stapeln sie dort. Die Oberfläche der Ziegel ist rau, die Grate am Rand fügen den kleinen Händen blutige Risse zu. Den Kindern brennt der Staub in den Augen, ihre Hände tun weh vom Ziegelschleppen, ihre Beine schmerzen, weil sie den ganzen Tag herumlaufen müssen. Aber jammern will hier niemand, immerhin verdienen die Sieben- bis Vierzehnjährigen an einem halben Tag fünf Soles (umgerechnet 1,60 Euro). Wenn sie – wie häufig samstags – den ganzen Tag kräftig anpacken, sind es bis zu 15 Soles. Geld, das die Familien dringend brauchen, um über die Runden zu kommen.

Mit wem arbeitet die Kindernothilfe in diesem Projekt zusammen?

Mit IINCAP, dem Institut für Forschung, Fortbildung und Förderung „Jorge Basadre“

Was tut der Kindernothilfe-Partner?

Die Kindernothilfe und ihr Partner IINCAP stehen den arbeitenden Kindern schon seit Jahren zur Seite. Aber: Die Arbeitslosigkeit und damit die Armut sind ebenso groß wie die Verzweiflung der Eltern. „Die Kinder in den Ziegeleien verrichten Arbeiten in ihren schlimmsten Formen, es ist eine unwürdige Arbeit“, sagt Antonieta Torrel Rabanal, Sozialarbeiterin von IINCAP. „Die Kinder sind unterernährt, leiden unter vielen Krankheiten der Atemwege, an der Haut und am Magen. Viele schneiden sich an den Armen und Füßen, wenn sie den Lehm stampfen.“

Um dieses Elend zu beenden, weist die Organisation den Familien gleich mehrere Wege, ihr Einkommen zu erhöhen: IINCAP bietet Müttern Schulungen, sie erhalten Kredite für eine kleine Unternehmensgründung oder können beispielsweise in der von IINCAP eingerichteten Backstube mitarbeiten. Damit sinkt die Notwendigkeit, dass die Kinder weiterhin in den Ziegeleien schuften müssen. IINCAP finanziert auch zahlreichen arbeitenden Kindern rund um Cajamarca die Schulbücher und -uniformen, übernimmt Examensgebühren und erteilt kostenfreien Nachhilfeunterricht. Darüber hinaus bietet IINCAP Kurse an, die das Wissen um die eigenen Rechte, das Selbstbewusstsein, die kulturelle Identität und die eigene Kreativität fördern. Spielerisch lernen die Kinder, wie sie ihre Rechte einfordern können. Und ältere Jugendliche erhalten Unterstützung bei der Berufsausbildung.

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